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Vermessungs- und GPS-Übung im Modul GEO 233 (Photo: J. Baade 2012)


Kartographie- und GIS-ausbildung im Modul GEO 143 (Photo: S. Hese)


Hydrologische Messungen im Rahmen des Moduls GEO 233 (Photo: J. Baade)


Geländekampagne zur Vorbereitung der Bachelor-Arbeit (Photo: S. Hese)


Laborarbeit (Photo: G. Daut)

Studiengang Geographie mit Abschluss Bachelor of Science (B. Sc.)


Im Fach Geographie bietet die FSU Jena als Folgeangebot für den ausgelaufenen Diplomstudiengang konsekutiv aufgebaute Bachelor- und Masterstudiengänge an (Abb. 1). Der Studiengang Geographie mit dem Abschluss Bachelor of Science (B. Sc.) wurde zum WS 2003/04 eingeführt und 2006 akkreditiert. Die Master-Studiengänge werden nach erfolgreicher Akkreditierung seit dem WS 2006/07 angeboten.

Studienjahr

Studiengang

1

 

Studiengang Geographie (B. Sc.)

180 LP

2

3

4

konsekutiver forschungsorientierter Studiengang Geographie (M. Sc.) /
konsekutiver forschungsorientierter Studiengang Geoinformatik (M. Sc.)

120 LP

5

Abb. 1: Aufbau der Studiengänge

Der Bachelor-Studiengang führt mit dem Hochschulgrad Bachelor of Science zum ersten berufsqualifizierenden akademischen Abschluss. Der Abschluss soll einerseits für den Einstieg in das Berufsleben qualifizieren, andererseits die Grundlagen für weitergehende akademische Qualifikationen (Master-Programme) legen. Diese europaweite Vorgabe wird im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Geographie durch eine breite Grundausbildung gepaart mit der Möglichkeit zu einer ersten Spezialisierung umgesetzt.

Der Studiengang Geographie (B.Sc.) bietet eine integrative Ausbildung in der vollen Breite des Faches an, die durch die drei in Jena vertretenen Teilgebiete Geoinformatik, Humangeographie und Physische Geographie repräsentiert ist. Eine Besonderheit und Stärke der Geographie in Jena liegt in der Verbindung von natur- und gesellschaftswissenschaftlichen sowie geoinformatischen Inhalten und Methoden. Mit dem Bachelor-Studiengang Geographie wird die Basis für eine integrative Sichtweise von gesellschaftsrelevanten Problemfeldern gelegt, die zur Lösung aktueller raumbezogener Fragestellungen notwendig ist. Daher ist es ein Ziel des Studiums, eine übergreifende, räumliche Betrachtungsweise, welche den Kern der Geographie und die konzeptionelle Klammer der verschiedenen Teilbereiche bildet, zu vermitteln.

Der Studiengang ist modularisiert aufgebaut (s. Studienplan). Ein Modul erstreckt sich i.d.R. über ein Semester. Einzelne Module setzen sich aus Vorlesungen, Seminaren, Übungen, Praktika, Gelände-/Feldarbeit, dem Selbststudium und Prüfungen zusammen. Daraus ergibt sich, dass jedes Modul eine Lehr- und Prüfungseinheit ist, für die die Prüfungen studienbegleitend stattfinden. Die Ergebnisse der studienbegleitenden Prüfungen gehen in die Abschlussnote ein. In jedem Modul kann eine bestimmte Anzahl an Leistungspunkten (LP) entsprechend dem European Credit Transfer System (ECTS) erworben werden.

Module des höheren Studienjahres können belegt werden, wenn entsprechend vorgegebene Pflicht- und Wahlpflichtmodule des vorhergehenden Studienjahres erfolgreich absolviert wurden. Details zu den Regelungen sind dem aktuellen Modulkatalog zu entnehmen.

Die Regelstudienzeit umfasst im Vollzeitstudium 3 Jahre (Teilzeitstudium 6 Jahre). Pro Studienjahr (= 2 Semester) sind 60 Leistungspunkte (LP) und insgesamt 180 LP zu erwerben. Die Leistungspunkte geben Auskunft über den Arbeitsaufwand in einem Modul. Dabei entspricht 1 LP einem Arbeitsaufwand von 25 bis 30 Arbeitsstunden.

Das Studium gliedert sich in das geographische Fachstudium und das Kontextstudium. Das geographische Fachstudium setzt sich aus den Teilgebieten Geoinformatik, Humangeographie, Physische Geographie und dem Integrationsbereich zusammen. Jedes Teilgebiet umfasst in den einzelnen Studienjahren Pflicht- und Wahlpflichtmodule (s. Studienplan link).

Das Kontextstudium besteht aus Modulen benachbarter Wissenschaften, welche die geographischen Inhalte ergänzen und in einen überfachlichen Zusammenhang einzuordnen helfen. Zudem werden im Kontextstudium Module angeboten, in denen nichtfachspezifische Schlüsselkompetenzen (z. B. Fremdsprachenkompetenzen) erworben werden können.

Der Aufbau des Studiengangs zielt auf die konsekutive Erlangung der im Qualifikationsrahmen für Bachelor-Studiengänge vorgesehenen fachlichen und überfachlichen Schlüsselqualifikationen im Studienverlauf ab. Jedes der drei Studienjahre ist auf den Erwerb spezifischer Fähigkeiten und Kompetenzen ausgerichtet (Tab. 1), wobei die Lernziele, Inhalte und Arbeits- und Prüfungsformen der einzelnen Module auf die übergeordneten Zielsetzungen der einzelnen Studienjahre abgestimmt sind.

Tab. 1: Studienjahrbezogene Lernziele im Studiengang Geographie (B. Sc.)

1. Jahr

Erwerb von Grundwissen

2. Jahr

Erwerb von Kompetenzen bei der Problemidentifikation und der Strategieentwicklung

3. Jahr

Spezialisierung und selbstständige Anwendung der Kompetenzen

Im ersten Studienjahr wird ein Überblick über das Fachgebiet der Geographie erworben. Die Erarbeitung des Grundwissens dient dem Ausgleich unterschiedlichen Vorwissens und der Vertiefung des natur- und sozialwissenschaftlichen Kontextwissens. Neben dem qualifizierten fachlichen Überblick werden Kompetenzen in geographischem Denken, der EDV-Anwendung, der beschreibenden Statistik und der Literaturauswertung erworben.

Im zweiten Studienjahr stehen die Vertiefung des geographischen Grundwissens und der technischen Kompetenzen sowie die Erweiterung des fächerübergreifenden Kontextwissens im Vordergrund. Insbesondere sollen die Fach- und Handlungskompetenzen im Bereich der Geoinformatik, Fernerkundung, Sozial- und Wirtschaftsgeographie, Geoökologie und Bodenkunde vertieft werden. Über die gewählten Kontextmodule können die Studierenden ihr natur- oder sozialwissenschaftliches Kontextwissen ausgebaut, oder die Fremdsprachenkompetenz erweitern.

Im dritten Studienjahr werden die erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen zunächst in angeleiteten Fallstudien selbstständig zur Anwendung gebracht. Die Studierenden lernen am Gegenstand der gewählten Teilbereiche, relevante Informationen mit adäquaten Methoden (Recherchen, Software-Anwendungen, Techniken der empirischen Sozialforschung, geoökologische und bodenkundliche Kartierungen und Laboranalysen) zu sammeln, einzuordnen, zu analysieren, zu bewerten und zu interpretieren. Mit der Bachelor-Arbeit schließt das Studium am Ende des dritten Studienjahres ab.

Bewertung des Studiengangs durch die ACQUIN-Gutachter

(siehe www.akkreditierungsrat.de unter Akkreditierte Studiengänge Geographie Jena)

Zum Profil des Studiengangs stellen die Gutachter fest, dass sich "der Studiengang […] zum Ziel [setzt], den Absolventen den Einstieg in das außeruniversitäre Berufsleben zu ermöglichen und auch die Grundlagen für weitere Qualifikationen an Hochschulen zu legen. Durch die Ausstattung der Universität Jena mit den drei Teilbereichen Physische Geographie, Humangeographie und Geoinformatik wird eine integrative Ausbildung in voller Breite des Faches ermöglicht, bei der der Schwerpunkt auf aktuellen raumbezogenen Fragestellungen liegt".

In der zusammenfassenden Bewertung heben die Gutachter hervor, dass "der Bachelor-Studiengang […] insgesamt gut konzipiert und durch die weitere Überarbeitung seit der Einführung inzwischen sehr weit ausgereift" ist. Zudem betonen sie, dass "die Ziele […] vor dem Hintergrund der personellen Struktur und der inhaltlichen Ausrichtung des geographischen Instituts der Universität gut nachvollziehbar und als angemessen zu bewerten [sind], ebenso entsprechen sie weitgehend dem nationalen Standard in der Geographie. Auch die Möglichkeit für die Studierenden, sich durch das Konzept einer breiten Grundausbildung und der darauf aufbauenden Spezialisierung ihrer fachlichen Neigungen und Stärken im Lauf des Studiums bewusst zu werden und sich entsprechend für den Arbeitsmarkt vorbereiten zu können, wird von den Gutachtern als sehr positiv bewertet".

Bewerbungsunterlagen können ab Mai des jeweiligen Jahres bei der Zentralen Studienberatung (auch online) angefordert bzw. abgerufen werden. Diesen Unterlagen können Sie die Bewerbungsfristen entnehmen.

Beratungsmöglichkeiten

Online-Informationen


Text: J. Baade