Workshop: 'Resources and Strukturwandel'

Workshop: 'Resources and Strukturwandel', 5.-6. März in Halle

mit Prof. Dr. Simon Runkel. Interessierte sind herzlich eingeladen!
Workshop: 'Resources and Strukturwandel'
Screenshot: Zentrum für interdisziplinäre Regionalstudien der Universität Halle-Wittenberg
  • Veranstaltung

Meldung vom: 20. Februar 2020, 14:33 Uhr | Verfasser/in: Hofer, Marcel

Information

Das Programm und weitere Infos finden sie hier: Programmflyer (in English) [pdf, 367 kb].

Workshop: 'Resources and Strukturwandel'

5. - 6. März in Halle

Wir laden Sie herzlich zum Workshop 'Resources and Strukturwandel' ein, der am 5. - 6. März 2020 unter der Mitorganisation von Prof. Dr. Simon Runkel im Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfinden wird.

Kurzbeschreibung:

Die Nutzung von Ressourcen steht global vor gewaltigen Herausforderungen (Klimawandel, Erderwärmung, Nachfrage nach seltenen Erden etc.). Darüber hinaus sind abgebaute Ressourcen in vielen Fällen Knotenpunkte von ökonomischen, politischen und sozio-kulturellen Beziehungen: direkte und indirekte Beschäftigung im Kontext der Montanindustrie, materielle und politische Infrastruktur sowie soziale Netzwerke und regionale Identitäten.
Das mittelfristige Wegfallen oder die Neuentwicklung solcher Knotenpunkte, im Kontext von Deindustrialisierungsprozessen eines bestimmten Gebietes, initiert einen strukturellen Wandel, der mit dem deutschen Wort 'Strukturwandel' adäquater zu fassen ist als mit dem englischen Begriff. Wenn diese Transformationen eher von sozio-politischen als von technologisch-ökonomischen Anforderungen bestimmt sind, müssen wir die Frage nach der Beziehung dieser Anforderungen zu den Abbau- und Konsumnormen des Anthropozäns stellen:

  • Wie determinieren eine räumliche Praxis wie Bergbau und deren ausreichende Verfügbarkeit den Schwellenwert zum bewussten Abbruch der Förderung, des Handels (als Dekommodifizierung) und des Nutzens einer Ressource?
  • Welche Argumente und praktische Strategien werden von relevanten Stakeholdern wie politische Akteur*innen, Gesetzgebung, Zivilgesellschaft und Repräsentant*innen der Industrie hervorgebracht, um Ressourcen in Vermögenswerte zu überführen oder überhaupt erst deren Förderung zu billigen, obwohl die Einführung oder der Rückbau einen drastischen Strukturwandel für (mindestens) eine ganze Region bedeutet?

Während des Workshops 'Resources and Strukturwandel' sollen diese Fragen und Aspekte nicht als isolierte Phänomene, die an unterschiedlichen Zeiten und Orten auftauchen, betrachtet werden, sondern die Nutzung von Ressourcen als globales Phänomen von mittlerweile international verzweigten und gehandelten Waren gedacht werden. Denn die Entstehung und der Wegfall solcher Handelswaren führt zu lokal erlebtem Strukturwandel. Im Workshop werden gegenwärtige Fallbeispiele von sozio-politisch induziertem Strukturwandel mit dem Fokus auf Ressourcen als Knotenpunkte diskutiert. Anhand von Fallbeispielen werden den komplexen Verflechtungen der unterschiedlichen Akteur*innen und Agenden des Wandels zwischen Universalität und Partikularität nachgespürt.

 

Diese Seite teilen
Die Uni Jena in den sozialen Medien:
Ausgezeichnet studieren:
  • Logo der Initiative "Total E-Quality"
  • Logo des Best Practice-Club "Familie in der Hochschule"
  • Logo des Projekts "Partnerhochschule des Spitzensports"
  • Qualitätssiegel der Stiftung Akkreditierungsrat - System akkreditiert
Zurück zum Seitenanfang